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Steckbrief Garteninsekten
Roter Fliegenkäfer
Die Weichkäfer (Cantharidae) sind eine Familie der Käfer
(Coleoptera), die weltweit verbreitet sind und etwa 4.000 Arten beinhalten. In
Europa kommen sie mit 530 Arten und Unterarten vor, davon findet man etwa 100
Arten auch in Mitteleuropa.
Merkmale
Die Weichkäfer erreichen eine Körperlänge von 1,2 bis 28 Millimetern. Ihr Körper ist lang und meist mehr oder weniger flach und nur schwach chitinisiert. Die Käfer haben deswegen den Namen Weichkäfer. Sie sind meist kräftig gefärbt und fein behaart. Die Deckflügel überdecken in der Regel den gesamten Hinterleib, bei manchen Arten, wie z.B. bei der Gattung Malthinus, bzw. bei manchen Weibchen sind sie aber etwas verkürzt. Die Hautflügel sind fast immer normal ausgebildet, es gibt aber auch flügellose Arten und solche, bei denen die Hautflügel stark zurückgebildet sind. Ihre Fühler haben 11 Glieder und sind lang und fadenförmig. Auch ihre Beine, deren Tarsen (Beinpaare) fünf Glieder haben, sind lang und schlank. Viele Arten haben gut ausgebildete Drüsen, die zur Verteidigung Sekrete aussondern können. Bei den Männchen mancher Arten sind die letzten Hinterleibssegmente zu einem Klammerorgan umgebaut, welches bei der Paarung eingesetzt wird.
Die Larven haben einen lang gestreckten Körper, sind weich und samtig dunkel gefärbt. Bei manchen Larvenstadien kann man stark zurückgebildete Körperanhänge erkennen.
Vorkommen
Die Weichkäfer kommen weltweit verbreitet vor. Sie leben vor allem in Wäldern, auf Feldern, Wiesen und auch in Gärten. Meist sitzen sie, mitunter auch in Gruppen, auf Blüten oder Blättern.
Lebensweise
Die überwiegend tagaktiven Käfer leben sowohl räuberisch
z.B. von kleinen Insekten, als auch pflanzen fressend von jungen Trieben und
Pollen. Oft fressen die räuberischen Arten zusätzlich auch an Pflanzen. Auch
die Larven ernähren sich zoophag (zo|o|phag
Wie einer Reihe anderer Käfer verfolgen auch die Weichkäfer zur Abwehr von Fressfeinden die Strategie, bei Störung oder Berührung Hämolymphe durch vorgebildete Stellen zwischen Schenkeln und Schienen austreten zu lassen (Reflexbluten). Die Flüssigkeit enthält Abwehrstoffe, die auf den Angreifer übel riechend, übelschmeckend, ätzend oder giftig wirken.
Weichkäfer - Roter Fliegenkäfer