Holz- und Bautenschutz

Holzameisen - Formicidae



Holzameisen (Lasius niger; L. fuliginosus; L. emarginatus) Familie Ameisen (Formicidae)

Holzameisen haben eine Vorliebe für feuchtes Holz.

Erkennen
Holzameisen sind äußerlich von den Garten- und Wegameisen nicht zu unterscheiden. Holzameisen können verschiedene Schwarzfärbungen haben, wie auch von rötlicher Färbung sein.

Holzameisen Größe beträgt 2 bis 5 mm (die Königin erreicht bis 1 cm).

Die Arbeiterinnen sind flugunfähig. Die Männchen sowie die Weibchen dagegen gehen zwischen Mai und August auf Hochzeitsflug.


Vorkommen
Um Ihre Ameisenlarven zu ernähren, gehen die Arbeiterinnen der Ameisen im ganzen Haus auf Nahrungssuche.

Ameisen der obigen Arten legen im Freiland ihre Nester im Erdreich oder in Bäumen an, in Gebäuden im Bereich von feuchten Brettern oder Balken, im Mauerwerk liegender Balkenköpfe sowie in durch Pilze und Insekten vorgeschädigtem Holz.

Ihr Massenvorkommen am Holz unterscheidet sie von ihren Artgenossen, den Garten- und Wegameisen.


Schäden
Diese Ameisen können verbautes, feuchtes Holz schädigen oder bei einer Vorschädigung schneller zersetzen; außerdem sind sie unter Umständen recht lästige Tiere, da die Arbeiterinnen bei der Nahrungssuche im ganzen Haus, besonders im Küchenbereich herumlaufen. Oft sind es bei den im Haus beobachteten Ameisen solche, die normalerweise draußen leben und sich vom Honigtau der Blattläuse ernähren.

Vermeidung von Holzameisen
Achten Sie darauf, dass Lebensmittel in der Küche stets geschlossen bleiben. Ameisen werden vom Geruch, der Lebensmittel angelockt.

Bekämpfung
Die Holzameisen können im Holz so großen Schaden anrichten, dass unter umständen von den Ameisen befallene Holzbalken ausgetauscht werden müßten.

Es ist ratsam, vor einer Bekämpfung bzw. Vergrämung die Ameisenart von einem Bugtogo bestimmt zu lassen, damit beim dem Köderverfahren der richtige Ameisenfraßköder genommen werden kann. Somit hat man den Befund dass es sich um eine holzzerstörenden Ameisenart handelt. Holzameisen sollten auf jeden Fall bekämpft werden.

Bei Schäden am Holz sollte eventuell befallenes Holz ausgetauscht werden.

Ameisen kann man mit Vergrämungsmitteln vertreiben.

Eine Holzameisenbekämpfung währe eine Verpressung von Wasserlöslichen, nicht fixierenden Salzkonzentrat in flüssiger Form auf Basis von Borverbindungen. Schützt Holz vorbeugend vor holzzerstörenden Pilzen und Insekten. Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. Das Holzschutzmittel darf in den Bereichen angwendent werden, die nach DIN 68800-3 der Gefährdungsklasse 1 oder 2 zugeordnet sind.

Hinweis: Wir beraten Sie gern.

Für den Gartenbereich gibt es in entsprechende Mittel (Sprays, Puder, Spritzmittel u.a.). Für die Bekämpfung in Innenräumen benutzt man am besten spezielle Ameisenköder (keine Pharaoameisenköder).

Die Wirkung von Ködern
Bei der Bekämpfung mittels Köderdosen kann sich anfänglich die Anzahl er zu beobachtenden Ameisen stark erhöhen (Bildung neuer Ameisenstraßen). Das spricht für die gute Annahme des Köders. Kein zusätzliches Ausbringen von Insektiziden, weil der Ameisenköder und die Flächen kontaminiert sind und somit die Köderannahme gefährdet wird und somit nicht den gewünschten Bekämpfungserfolg hat.

Das Prinzip des Ameisenköderverfahrens besteht darin, dass die Arbeiterinnen das Ködergift ins Nest eintragen, somit Nestinsassen und Ameisenbrut langsam vergiften.

Da Ameisenpuppen keine Nahrung zu sich nehmen, müssen die Köderdosen mindestens vier bis acht Wochen in den befallenen Räumen aufgestellt bleiben, damit die frischgeschlüpfte Ameisengeneration auch noch vom angebotenen Ameisengiftköder erfasst wird. Eine Wirkung des Ameisenköders ist nach ca. zwei Wochen zu erwarten.